„Zu den Wurzeln unserer Demokratie“

eine Bildungsreise des Abiturjahrgangs 2026

Der Abiturjahrgang 2026 des Gymnasiums Am Lindenberg in Ilmenau unternahm gemeinsam mit seinen Stammkursleitern Frau Eger-Pfützner, Herrn Fröhlich und Frau Hess eine mehrtägige Bildungsreise in die bayrische Landeshauptstadt München. Rund 60 Schülerin­nen und Schüler aus drei Kursen nahmen teil.

Montag – Anreise und Stadtrundgang
Nach der Anreise mit der Bahn begann die Fahrt mit einem eindrucksvollen Stadtrundgang. Kundige Insider erklärten den Weg Münchens von einer mittelalterlichen Handels- und Residenzstadt hin zu einer modernen Metropole. Dabei wurde insbesondere die Bedeutung der Salzgewinnung für die frühe Stadtentwicklung hervorgehoben. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten im historischen Stadtkern – darunter das Alte Rathaus, der Marienplatz und die Frauenkirche – wurden laufend erkundet.

Dienstag – Deutsches Museum und Freizeitangebote
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen von Wissenschaft, Technik und Sport. Am Vormittag besuchten die Gruppen das Deutsche Museum, das eine einzigartige Vielfalt an Ausstellungen bietet: von Luft- und Raumfahrt über Energiegewinnung bis hin zu Chemie, Medizin und Musikinstrumenten. Am Nachmittag konnten die Schülerin­nen und Schüler zwischen Neon-Minigolf oder einem Besuch im Jump House wählen. Zusätzlich bot die gleichzeitig in München stattfindende Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) die Möglichkeit, neueste Entwicklungen in der Mobilität zu erleben und sich individuell in der Stadt umzusehen.

Mittwoch – Herrenchiemsee und die Wurzeln unserer Demokratie
Am Mittwoch unternahm die Reisegruppe einen Ausflug per Zug, Chiemsee Bahn und Schiff zu Insel Herrenchiemsee. Dort besichtigte man das berühmte Schloss Herrenchiemsee, das von König Ludwig II. nach dem Vorbild von Versailles erbaut wurde. Neben den prachtvollen Prunksälen, Spiegelgalerien und Gartenanlagen gab es eine Ausstellung zu König Ludwig und seinen Schlössern zu sehen. Von historischer Bedeutung ist Herrenchiemsee auch, weil dort 1948 der Verfassungskonvent tagte, der maßgeblich zur Entstehung des Grundgesetzes beitrug. Ergänzend besuchten die Gruppen die Sonderausstellung „Könnt Ihr noch?“, eine Auslagerung von Werken aus der Pinakothek der Moderne, die sich mit Kunst und Demokratie auseinandersetzt.

Donnerstag – Wahlprogramm für Entdecker
Der Donnerstagvormittag stand den Schülergruppen zur freien Wahl von Besichtigungen offen. Zur Auswahl standen die Alte Pinakothek mit ihrer bedeutenden Sammlung europäischer Malerei, das NS-Dokumentationszentrum zur Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus sowie das Schloss Nymphenburg, eine barocke Sommerresidenz. Der Nachmittag konnte individuell gestaltet werden.

Freitag – Moderne Kunst und individueller Abschluss
Am letzten Tag führte der Weg in die Pinakothek der Moderne. Sie vereint die Bereiche Kunst, Grafik, Architektur und Design in einer einzigartigen Vielfalt. Neben den ständigen Sammlungen boten vier Sonderausstellungen spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Kunst und unserer Zeit. Zudem wurden der Königsplatz und der Kunstbau besichtigt, wo die Installation des Künstlers Dan Flavin mit ihrer minimalistischen Lichtarchitektur beeindruckte.

Darüber hinaus nutzten viele Schülerin­nen und Schüler die Möglichkeit zu individuellen Unternehmungen: Ein Besuch in der Glyptothek oder in der BMW-Welt mit Museum, ein Aufstieg zum „Alten Peter“ mit Blick über die ganze Stadt, Bummeln durch die Einkaufsstraßen oder gemeinsames Kochen und gemütliches Beisammensein im Hotel.

Die Bildungsfahrt nach München verband Geschichte, Kunst, Politik und Freizeit in einer ausgewogenen Mischung. Sie bot allen Teilnehmenden zahlreiche neue Eindrücke und Erfahrungen. So wird die Kursfahrt „Zu den Wurzeln unserer Demokratie“ hoffentlich bei allen in sehr positiver Erinnerung bleiben.

Sibylle Eger-Pfützner

Stammkursleiterin Klasse 12 b