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Zauberflöte - Papageno

Im Rahmen des Musikunterrichtes in Klasse 10 erstellten die Schüler der Klasse 10e kreative Produkte zur Figur des Papageno.

Hier eine kleine Auswahl der Produkte:

 

Die Wohnblockliebe

Vorwort:

Diese Kurzgeschichte ist eine Anlehnung an „Romeo und Julia“ in der heutigen Zeit mit den Zauberfötencharakteren Papageno als Romeo und Papagena als Julia.  

Inhaltsangabe:

Papageno Vogelsang ist ein tollpatschiger, lebensfroher, hippeliger und scheinbar sorgenfreier Mann, der im Zoo Berlin im Bereich der Vögel als Zoowärter arbeitet und auf der Suche nach der großen Liebe ist. Nach ewiger Zeit des Alleinseins, soll er seine große Liebe Papagena Greenpeace bei einem Blinddate kennenlernen, doch er weiß noch nicht, was auf ihn damit für Probleme zukommen werden.

Kapitel 1.

Unsanftes Erwachen

Der Wecker klingelte nun schon das dritte Mal lautstark mit dem Song „I’m like a bird“. Endlich wurde Papageno wach. Er schnellte nach oben und brauchte erst einmal einen Moment bis er realisierte, dass er schon wieder verschlafen hatte. Das war nun schon das 2. Mal in dieser Woche. Sollte er sich es noch einmal erlauben, dann würde er große Probleme mit seinem Chef bekommen. Papageno kürzte sein Morgenritual, um noch pünktlich, oder zumindest nicht zu spät zu kommen. In blitzes Eile zog er sich an, machte sich frisch, rannte zur  U-Bahn, eilte in den Zoo, zog seinen Arbeitskleidung an und begab sich zu den Vogelkäfigen. Sehr erschöpft war er nach dieser Tortur, denn Eile gehörte eigentlich nicht zu Papagenos Persönlichkeit. Doch er vergaß den stressigen Morgen schnell und wandte sich seinen Vögeln zu. Er liebte seinen Beruf als Zoowärter und es war schon fast Tradition, denn auch sein Vater und Urgroßvater waren Zoowärter im Bereich der Vögel gewesen. Die Vögel waren seine besten Freunde und obwohl er aus Tollpatschigkeit schon den ein oder anderen Vogel hatte ausbrechen lassen liebten sie ihn und er sie. Er liebte sie, weil die Vögel ihn nie verlassen würden, er liebte seine Vögel, weil sie so einfach zu pflegen waren und nicht im 5 Minutentakt herumnörgelten. Er liebte einfach alles an ihnen, doch das gleiche wie eine richtige Freundin war es nicht. Schon lange sehnte er sich nach einer neuen Liebe, dem Gefühl der Geborgenheit und der Zweisamkeit, denn das konnten ihn seine Vögel nicht geben. Deswegen hatte Papageno sich für den heutigen Abend auch ein Blind Date mit „Vogelfan12“ eingelassen und war schon sehr aufgeregt, wie es wohl werden würde.

2. Kapitel

Top oder Flop?

Papageno hatte seine Schicht im Zoo beendet. Nachdem er sich von seinen Vögeln verabschiedet hatte, ging er zurück in seine kleine Wohnblockwohnung. Er war sehr angespannt, denn heute sollte das Blind Date stattfinden! Der sonst immer sehr bunt gekleidete Papageno beschloss auch heute farbenfroh zu seinem Treffen zu gehen. Seine zerzausten Haare rührte er auch nicht großartig an, denn sein Date sollte ihn so kennenlernen wie er wirklich ist. 15 Minuten waren es nun noch bis zum Treffen im Stadtcafé um die Ecke. Doch weil er zu aufgeregt und unruhig war um noch länger warten zu können, beschloss er schon früher loszugehen. Als er im Café ankam, liefen ihm schon die Schweißperlen die Stirn hinunter, sodass er sie immer wieder abtupfen musste. Plötzlich hörte er, wie die Tür sich öffnete und jemand hereinkam. Er war sein Blind Date! Ein bildhübsches, auch vor lauter Farben leuchtendes Mädchen. Langsam stand er auf um sie zu begrüßen. Erst wusste er gar nicht was er sagen soll, dann stammelte er „Vogelfan12 bist du es?“ Sie antwortete ebenfalls voller Aufregung „Ja…das bin ich. Dann musst du Vogelfänger1 sein. Schön dich kennenzulernen. Aber sag, wie heißt du denn eigentlich wirklich“? Er antwortete „Papageno und du“? Ihre Augen weiteten sich und sie sagte voller Begeisterung „Ein schöner Name! Ich heiße Papagena!“ Das war der Start eines wunderbaren Abends mit vielen Gesprächen. Sie erkannten, dass sie viel verbindet und die gleichen Interessen teilen, wie zum Beispiel die Liebe zu Vögeln. Aber das Lustigste war, dass sie im gleichen Wohnblock wohnen, sich davor nur noch nie gesehen hatten. Das sollte nicht der letzte Abend gewesen sein, an dem sie sich sahen, denn die folgenden 2 Wochen trafen sie sich immer wieder und wieder. Doch ein Abend sollte ein ganz besonderer werden. Der Abend, an dem Papagena ihren Eltern Papageno vorstellen wollte. Er wusste noch nicht, dass dies alles ändern würde.

3. Kapitel

Rettet die Vögel

Mit viel Freude, aber auch Bedenken hatte Papageno diesem Abend entgegengefiebert, der Tag des Treffens mit Papagenas Eltern. Als er die Wohnung ihrer Eltern betrat, gingen ihm noch tausend Gedanken durch den Kopf. Als sich alle begrüßt und an den Abendbrottisch gesetzt hatten, lief zunächst alles wie vorgestellt. Man unterhielt sich über viele Themen und diskutierte sie lange aus, doch als der Vater Papagenas Papageno nach seinem Beruf fragte sollte die Antwort „Zoowärter im Bereich der Vögel genau wie meine ganze Familie“ das letzte sein, was Papageno an diesem Abend sagen sollte. Der Vater und die Mutter standen empört vom Tisch auf und begannen ihre Tochter anzuschreien. Sie fragten sie, was sie sich erlaube einen Tierquäler in ihre Wohnung zu lassen und ob sie sich nicht schäme. Zuerst waren Papagena und Papageno geschockt, denn sie kannten Beide den Grund für die Empörung ihrer Eltern nicht. Der Vater packte Papageno, zerrte ihn zur Tür und warf ihn hinaus. Bevor er die Tür zuschlug, sagte Papagenas Vater einen letzten Satz. „Wir als Tierschützer g

eben uns nicht mit einer Tierquälerfamilie ab. Das war das letzte Mal, dass ihr euch gesehen habt!“ Papageno stand nun noch 5 Minuten regungslos vor der Tür. Er wusste nicht was er denken, geschweige denn sagen sollte. Irgendwann ging er dann die zwei Stockwerke nach unten in seine Wohnung, wo er auch schon seine Eltern antraf. Sie sollten ihm nun einmal Rede und Antwort stehen. Sie erklärten ihm, dass die Familie Greenpeace schon lange mit der Familie Vogelsang im Clinch steht. Sie erzählten weiterhin, dass Familie Greenpeace schon viele Demonstrationen und Sammelklagen gegen die Haltung von Tieren ins Leben gerufen hätten und nicht verstanden, wie man den Beruf des Zoowärters ausüben kann. Nun wusste Papageno über die Familienverhältnisse grundlegend Bescheid, doch das änderte nichts an seinen Gefühlen für Papagena und dass er sie nicht mehr sehen durfte. Dagegen wollte er etwas unternehmen, dies konnte er nicht so stehen lassen.

4. Kapitel

Freiheit oder ein Leben im Schatten?

Papageno konnte es nicht ertragen zu Hause oder auf der Arbeit zu sein mit dem Wissen, dass er seine geliebte Papagena nie mehr wiedersehen sollte. Sie hatten nun schon 3 Tage nichts mehr von einander gehört und als Papageno es einfach nicht mehr aushalten konnte, rief er sie an. Papagena erkannte direkt seine Nummer und ging hastig aber auch voller Vorsicht ans Telefon. Papagena sagte, dass sie nicht viel Zeit zum Reden hätte und schlug vor, dass sie sich in ihrem Café treffen sollten. Mit diesen Worten legte sie auf. Ihren Eltern erzählte sie nicht, wer angerufen hatte. Kurze Zeit darauf saßen sie schon in ihrem Café. Nun endlich konnten sie sich über das Geschehene und alle Gedanken und Gefühle die sie hatten aussprechen. Papageno sagte ihr, dass er kein Problem damit hätte, dass ihre Familie Tierschützer seinen, machte ihr aber auch gleichzeitige klar, dass er die Tiere im Zoo nicht quäle. Papagena beruhigte ihn und sagte, dass sie nie eine Sekunde daran geglaubt hätte das er Tiere quälen würde und dass sie im Gegenzug ihn und den Beruf seiner Familie genauso akzeptierte. Sie sagte auch, dass sie zwar wusste, dass ihre Eltern überzeugte Tierschützer sind, doch das sie so aggressiv reagieren würden sie nie gedacht. Sie war voller Anspannung und Stress, denn immer wieder schaute sie auf ihre Uhr. Das merkte auch Papageno der sie fragte, ob es noch etwas gebe, worüber sie reden möchte. Doch Papagena war verschlossen und wollte nicht erzählen, dass ihre Eltern sie sehr unter Druck setzen und sie sehr viel Ärger bekommen würde, falls jemand von diesem Treffen erfahren würde. Doch tief im Inneren wusste Papageno auch ohne, dass sie etwas sagte was sie umtrieb. Er hielt einige Zeit inne, ohne nur ein Wort zu sagen. Er hatte nun die Möglichkeit eine ewig andauernde, verbotene und heimliche Liebe zu führen, in der seine Geliebte unter ständiger Angst stehen müsste, oder sie aus Liebe loszulassen. Ein Weiteres Problem wäre dann aber, dass sie sich in ihrem Wohnblock aus dem Weg gehen müssten, doch eine dieser beiden Optionen musste gewählt werden. Der einst so so fröhliches Papageno, der zuvor noch fast nie eine Träne vergossen hatte, fing an zu weinen, nahm seine Papagena ein letztes Mal in die Arme und rannte aus dem Café. Er ließ wie schon oft zuvor einige seiner Vögel nun auch Papagena fliegen und in die Freiheit.

Nachwort

Zu Beginn der Geschichte war Papageno ein fröhlicher, unbeschwerter und tollpatschiger Gesell. Doch im Verlauf der Geschichte veränderte er sich in das genaue Gegenteil. Er war nun ein sorgenvoller und besorgter Mensch, doch das alles hatte er für seine Papagena gemacht. Deswegen könnte man sagen, dass er auch erwachsener und reifer geworden ist. Im Rückblick soll die Geschichte zeigen, dass auch der fröhlichste und scheinbar sorgenfreiste Mensch nicht immer in diesem Zustand ist und man nicht versuchen sollte, sein eigentliches Gemüt nach Außen zu verbergen oder zu verändern.

 

 

Klasse 10 e