Polnische Gastschüler besuchen das Gymnasium „Am Lindenberg“

Am Sonntag, den 15.09. 2019 warteten 10 Schüler des Gymnasium „Am Lindenberg“ geduldig auf den Bus mit polnischen Austauschschülern, die bis zum 20.09. Ilmenau besuchten.

Bereits im April hatten die Lindenberg-Schüler eine erlebnisreiche Woche in Kleczew im Landkreis Koinin verbracht und alle freuten sich auf ein Wiedersehen. 

Wanderung zum Kickelhahn

Es folgten 6 Tage, an denen die polnischen Gäste gemeinsam mit ihren deutschen Gastgebern die Möglichkeit hatten, Ilmenau und Thüringen zu erkunden.

In der Schule schnupperten die polnischen Jugendlichen in den Alltag einer deutschen Schule hinein und alle genossen das abwechslungsreiche Begleitprogramm. Neben dem Besuch der Stadt Erfurt standen auch noch die Wartburg, die Saalfelder Feengrotten, das Erlebnisbergwerk Merkers und die Senfmühle in Kleinhettstedt auf dem Programm. 

Möglich wurde dies durch die finanzielle Unterstützung des Deutsch- Polnischen Jugendwerks.  

Feengrotten in Saalfeld

Am letzten Abend trafen sich Lehrer, Schüler und Eltern, um gemeinsam zu feiern. Ein Vertreter des Landkreises, der Beigeordnete Kay Tischer, nahm ebenfalls am Abend teil. Der Ilmkreis hat den Kontakt zur Partnerschule in Kleczew vermittelt und unterstützt seit zwei Jahren den Austausch.

Mitbringparty

Am letzten Tag hieß es dann wieder Abschied nehmen – der Aufbruch am Morgen war tränenreich, doch kein Abschied ist für immer. Im Oktober werden das Liceum Kleczew und das Gymnasium „Am Lindenberg“ einen Partnerschaftsvertrag unterschreiben, damit in Zukunft der Austausch zwischen beiden Schulen bestehen bleibt und der Kontakt im Rahmen von Schülerbegegnungen mit Leben gefüllt wird.

Andrea Zebe

Schülerbegegnung in Ungarn 2019

„Wenn Einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“. Getreu diesem Motto fanden auch in diesem Jahr die schulpartnerschaftlichen Begegnungen zwischen dem Ilmenauer Gymnasium „Am Lindenberg“ und der Audi-Hungaria-Schule in Györ statt. Die ungarischen Gäste weilten bereits im April in Ilmenau und der Gegenbesuch sollte im September sein.

Am Morgen des 15. September 2019 war es dann so weit: 41 Schüler der 11. Klassen und 3 Lehrer des Gymnasiums stiegen 7.15 Uhr in den Bus nach Györ. Dort wurden sie nach elfstündiger Fahrt von ihren ungarischen Partnern und deren Eltern herzlich empfangen.  Der erste Abend fand ganz entspannt in den Familien statt, wo die Schüler mit typisch ungarischem Essen verwöhnt wurden.

Am Montag standen die Audi-Hungaria-Schule und die Stadt Györ auf dem Programm. Bei einer kleinen Geschichts- und Geographiestunde lernten die deutschen Schüler Ungarn etwas näher kennen. Anschließend wurde das Stadtzentrum von Györ während einer Stadtrallye genauer erkundet. Der Höhepunkt des Tages war aber schließlich die gemeinsame Drachenbootfahrt auf der Rabatz, einer der drei Flüsse, die Györ durchqueren.

Am Dienstag ging es dann mit dem Bus nach Budapest. Frau Dörnyei, eine der ungarischen Lehrerinnen, fungierte sich  als kompetente Stadtführerin und wusste viel über die Sehenswürdigkeiten von Ungarns Hauptstadt  zu berichten.

Der Mittwoch war wieder ein gemeinsamer Tag mit den ungarischen Gastgebern  und führte ins Landesinnere. Nach einem kurzen Stopp an der Burg Sümeg ging es weiter zur Seehöhle nach Tapolca. Dort konnten die Schüler nicht nur viel Wissenswertes über das unterirdische Höhlensystem, das sich unter großen Teilen der Stadt erstreckt, erfahren, sondern sogar einen kleinen Teil der Höhle selbst mit einem Boot erkunden.

Natürlich durfte auf dem Ausflug eine Stippvisite des ungarischen Meeres, wie der Balaton auch genannt wird, nicht fehlen. Die Mutigsten badeten, während sich die Anderen beim Ballspielen am (schon) leeren Strand vergnügten.  Die letzte Station der Fahrt führte auf die Halbinsel Tihany, wo der Weg hoch zur barocken Abtei mit einem phantastischen Blick auf den Balaton belohnt wurde.

Am letzten Tag ging es mit Bus und Bimmelbahn  zum Neusiedler See, wo eine Dampferfahrt einen kleinen Eindruck von dem ungarisch-österreichischen Grenzgewässer vermittelte. Am Nachmittag konnten sich die deutschen Schüler dann auf der Sommerrodelbahn in Sopron vergnügen, während ihre ungarischen Partner den Abschiedsabend in der Mensa der Schule vorbereiteten.

Als es am Freitagmorgen wieder in Richtung Heimat ging, lag eine aufregende und erlebnisreiche Woche hinter den deutschen Gästen und ihren ungarischen Pendants. Und wer weiß:  Vielleicht war es für den Einen oder Anderen nicht das Ende, sondern der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Kerstin Dornheim

Vor der AUDI Hungaria Schule in Györ
Gute Vorbereitung ist alles
Neue Erfahrungen

                                                                                                                                                            

Besuch zum 90.

In diesem Jahre wäre Professor Werner Tübke (1929-2004) 90 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass wird momentan noch in Bad Frankenhausen im Panoramamuseum die Sonderausstellung „Unter fremden Menschen- Werner-Tübke“  bis 3.11.2019 gezeigt. Zu sehen sind Arbeiten des Meisters, die auf einer Studienreise durch die ehemalige Sowjetunion in den Jahren 60er Jahren entstanden sind. Schüler der 11. Klassen des Gymnasiums „Am Lindenberg“ in Ilmenau der Kunstkurse des erhöhten und grundlegenden Anforderungsniveaus erkundeten  mit den Lehrerinnen Frau Brüstel und Frau Eger-Pfützner unter der Betreuung des museumspädagogischen Leiters der Einrichtung Herrn Fred Böhme die „Sixtina des Nordens“. Das Monumentalgemälde, eines der größten der Welt, erhielt den Titel „Frühbürgerliche Revolution in Deutschland“ und sollte dem „Deutschen Bauernkrieg“ gewidmet sein.  Entgegen den Erwartungen der damaligen DDR-Führung schuf Werner Tübke ein epochales Gemälde des Umbruchs vom Spätmittelalter zur Neuzeit und zugleich auch ein zeitloses universales Welttheater mit versinnbildlichten Grundthemen der Menschheit, das zu den spektakulärsten Kunstprojekten des ausgehenden 20. Jahrhunderts zählt. Für die Lindenberg- Schüler ist eine Exkursion nach Bad Frankenhausen seit Jahren Tradition. Die in der Sonderausstellung angefertigten Schülerskizzen werden im Kunstunterricht druckgrafisch weiterverarbeitet. 

von Sibylle Eger-Pfützner

Wo Europa gemacht wird

Netzwerktagung der Thüringer Europaschulen in Brüssel

Anlässlich des 20 jährigen Jubiläums der Europaschulen in Thüringen hatte die Thüringer Staatskanzlei in einem Kooperationsprojekt mit den Jugendoffizieren der Bundeswehr Erfurt zur Netzwerktagung (06.-08.10.2019) nach Brüssel geladen. 37 Kollegen verschiedenster Schulen folgten dieser Einladung. Unser Gymnasium wurde dabei durch Frau Mähler und mich, Stephan Gerhardt, vertreten.

Ziel der Veranstaltung war zum einen der kollegiale Austausch zu Arbeitsweisen, Inhalten und möglichen gemeinsamen Projekten, zum anderen sollten wir exklusive Einblicke hinter die Kulissen der politischen Organe der EU erhalten. Herr Hoffmann aus der Thüringer Staatskanzlei (Europäischen Informations- Zentrum) hatte ein hochinteressantes Programm für uns geplant und führte uns souverän durch die verschiedenen Institutionen. In seiner unnachahmlichen Art bahnte er den Kontakt zwischen Lehrkräften und Politikern an und führte fachkundig durch Gespräche und Diskussionen, immer auch einen Blick auf die Uhr gerichtet. Denn in den Hochsicherheitszonen der EU-Kommission, des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rats gibt es schlichtweg keinen organisatorischen Spielraum. An ständige Kontrollen und allgegenwärtige, mit Maschinengewehren ausgerüstete Soldaten gewöhnte man sich indes schneller, als auf Stühlen Platz zu nehmen, die sonst nur den Staatsoberhäuptern der EU vorbehalten sind. Insbesondere der Plenarsaal im Europäischen Parlament machte dahingehend mächtigen Eindruck auf alle Kollegen. Zuvor hatten wir die Europäische Kommission besucht und über einen Vortrag von Bela Beres (Juristischer Dienst) Einblicke in die Arbeitsweise der politischen Exekutive der EU erhalten. Michael Teutsch (Generaldirektion für Bildung und Kultur der EU-Kommission) hatte anschließend Auskunft zur Zukunft des Erasmusprogramms gegeben. Als Aushängeschild der EU in puncto gelingender internationaler Zusammenarbeit wird es ab 2021 inklusiver gestaltet werden und mehr Schülerinnen und Schülern Mobilitäten ermöglichen. Zudem ist die Verdreifachung des bisherigen Budgets beantragt und wird derzeit geprüft. Diesen mehr als positiven Blick in die Zukunft des Erasmusprogramms bestätigte ebenfalls Wolfgang Borde, der stellvertretende Leiter der Vertretung des Freistaates Thüringen, den wir am Dienstag besuchten. Für uns als Europaschule, die wir derzeit zusätzlich als koordinierende Schule innerhalb des Erasmusprogramms an gemeinsamen Projekten mit Italien, Frankreich und Norwegen fungieren, eine Europaklasse (Wahlpflichtfach Gewi/ab Klasse 9) eingerichtet haben und entsprechende Schüleraustausche durchführen, stehen diese Aussichten nicht nur als Lob und Wertschätzung für das in den letzten Jahren Geleistete, sondern sind unseren Erasmus-und Europateams eine Bestätigung, auch künftig überzeugt an diesen Programmen festzuhalten, sie weiter engagiert fortzuführen und stetig auszubauen. Dass diese Vorhaben zusätzlich auch durch die weitere Optimierung der Onlinekooperation eTwinning (Vernetzung europäischer Schulen über das Internet) gestützt wird, aber auch über andere verbindende Internetplattformen befördert werden kann, erfuhren wir von Anja Balanskat, welche uns beispielhaft einen Einblick ins European Schoolnet gab.

Entwicklungsmöglichkeiten prägten zusätzlich auch andere Stationen unseres Besuchs. So erfuhren wir einerseits etwas über die schwierigen Brexitverhandlungen, sprachen über unterschiedliche politische Ansichten und Arbeitsabläufe mit Mitgliedern im EU-Parlament mit einem Bezug zu Thüringen (Walsmann/CDU, Cramon-Taubadel/Grüne, Schirdewan/Linke), andererseits führte uns das Museum für Europäische Geschichte die Wandlungsfähigkeit Europas und die verschiedenen Zukunftswege vergangener Zeiten eindrucksvoll vor Augen und offenbarte Visionen, deren Verwirklichung für den Einzelnen wie auch für die Gemeinschaft lohnenswert sein können.

Für das Erlebnis dieses Besuchs bedanken wir uns herzlich bei Herr Hoffmann ebenso wie bei Frau Brita Mucke (TMBJS), die diese Veranstaltung für uns möglich gemacht haben und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Seminarfachtage Klasse 11

Sehr erfolgreich haben die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen ihre Seminarfachtage bewältigt. Es war ein enormes Pensum, aber alle haben sich dieser Herausforderung mit guter Arbeitsbereitschaft gestellt. Der Blick auf das Thema und die Problemfrage wurde klarer. Dabei halfen besonders die Vorlesungen an der UNI und natürlich der Tag in der UNI – Bibliothek. Der Startschuss für ein erfolgreiches, gemeinsames Arbeiten in der Gruppe ist gegeben. Nun gilt es, an den selbst gestellten Zielen zu arbeiten und den Zeit- und Arbeitsplan umzusetzen.
Das Seminarfachlehrerteam wünscht Euch dabei viel Erfolg.

Yanneck, Fabius, Benjamin und Björn in der UNI – Bibo
Anne bei der Literatursuche
Tolle Arbeitsbedingungen in der UNI – Bibo

Eine feste Schulpartnerschaft mit Freunden

Die Schulleitung des Staatlichen Gymnasiums „Am Lindenberg“ in Ilmenau reiste am 13. September 2019 nach Györ in Ungarn, um dort die Schulpartnerschaft mit der Audi Hungaria School am Samstag, den 14. September 2019 vertraglich zu unterzeichnen. Mit der symbolischen Überreichung eines Glaspokals wurde die partnerschaftliche Beziehung gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Austauschs sowie Elternvertretern gefeiert.

Die Schulleiterinnen Sabine Knoll und Corinna Wesche sowie die stellvertretenden Schulleiter Eckard Sommer und Dirk Lange einigten sich darauf, durch regelmäßige Schülerbegegnungen in Deutschland und Ungarn das interkulturelle Verständnis untereinander zu fördern. Den Schülern wird es somit ermöglicht, spannende Ausflüge in Deutschland und Ungarn zu unternehmen, den Unterricht der Partnerschule kennenzulernen und letztlich den europäischen Gedanken zu leben.

Das Motto der Europäischen Union „In Vielfalt geeint“ wird am Gymnasium „Am Lindenberg“ großgeschrieben. Durch verschiedene Austauschprogramme und Projekte erleben die Schülerinnen und Schüler unser Europa. Mit der Vertragsunterzeichnung der Schulpartnerschaft in Ungarn konnte ein entscheidender Schritt zur Öffnung unserer Schule unternommen werden. Wir freuen uns auf eine weitere erfolgreiche und intensive Zusammenarbeit mit der Audi Hungaria School.

Erasmus+ Projekttreffen in Sveio/Norwegen

„If you can DREAM it, you can DO it!“ (Walt Disney)

Eine Reise nach Norwegen muss man einmal im Leben gemacht haben. Man hat 1500 km lang Zeit, um darüber nachzudenken, was man erleben wird, wem man begegnet und ob die richtigen Dinge im Gepäck sind. Sieben Schüler der Europaklasse machten sich am 21.09.2019 mit ihren Lehrern auf den Weg nach Sveio/Norwegen zu ihrer Partnerschule im Rahmen des Erasmus+ Projekts. Nach 2 Tagen auf der Straße und dem Meer sind alle neugierig und aufgeregt bei ihren Gastfamilien angekommen.

Ein spannendes und abwechslungsreiches Programm wurde von den norwegischen Kollegen vorbereitet. Im Fokus der gemeinsamen Arbeit stand das Thema, wovon die Menschen in der Heimtaregion lebten und leben, welche Arbeitsbereiche es gibt, wie sich das Leben verändert hat und was sie sich von der Zukunft erhoffen. In einer von den Schüler/innen erstellten Austellung präsentierten die Jugendlichen aus Salo/Italien, Amiens/Frankreich, Sveio/Norwegen und Ilmenau/Deutschland ihre Ergebnisse.

Außerdem besuchten sie eine Lachsfarm auf Røvær, das Wikingerzentrum in Avaldsnes, den Leuchtturm in Ryvarden und Sehenswertes in der Region in und um Sveio. Gemeinsame Spiele, Gespräche und das Leben in der Gastfamilie brachten die Mädchen und Jungen aller Länder näher zusammen und sie erfuhren viel über die Lebenskultur der Norweger, den glücklichsten Menschen der Welt !! Viel Spaß hatten die Schüler/innen bei der House-of-fun-Party und einem BBQ. Viel zu schnell kam der Abschied und auf dem 1500 km Rückweg am 27.09.2019 nach Ilmenau gab es viel zu erzählen.

Alle waren sich einig:

Eine Fahrt nach Norwegen sollte man nicht nur einmal im Leben gemacht haben. Denn dieses Land hat neben glücklichen Menschen und einer tollen Landschaft noch so viel mehr (Meer) zu bieten, als was man in einer Woche erleben kann.

Takk Sveio og vi sees igjen!

Erasmus+ Team Ilmenau

Information

Die unterrichtsfreien Tage im Schuljahr 2019/20 sind Freitag, 04. 10. 2019, und Montag, 16. 03. 2020.

Praktikumsschule

Im ersten Schulhalbjahr betreuen die Kolleginnen und Kollegen unserer Schule einen Praxissemesterstudierenden der FSU Jena, wofür wir die Auszeichnung „Praktikumsschule 2019/20 der Friedrich-Schiller-Universität Jena“ erhielten.

Stadtrallye für Kinder

Die Schüler der Klasse 5b des Gymnasiums „Am Lindenberg“ führten am 2. September 2019 eine Stadtrallye in Ilmenau durch. Viele interessante Anlaufpunkte machten die Ilmenauer Geschichte lebendig. Die Kinder erforschten die Wasserburg, lösten Rätsel rund ums Rathaus und Amtshaus, ergründeten das Stadtwappen und vieles mehr.